Hellas Dance Festival
3. - 9. Juni 2001

Ein internationaler Wettbewerb für private Ballettschulen,
offen für alle Nationalitäten

Ein Bericht über den Wettbewerb vom 3. - 8. Juni 2001 in Griechenland

Knapp 100 Teilnehmer aus 7 verschiedenen Nationen waren zum Hellas Dance Festival angereist. Die meisten der ausländischen Gäste waren in einem schönen Hotel direkt am Meer an der Küste zwischen Athen und Kap Sounion untergebracht. Dieses verfügte über ein Hauptgebäude und eine Anlage mit langgestreckten Bungalows. Von den Bungalows aus erreichte man über einige Stufen verschiedene verträumte Buchten mit Fels- und Kiesstrand, von der Hotelterrasse mit Restaurant aus waren es nur wenige Schritte zum Hauptstrand aus Sand und Kies. Gerade für Kinder war das ganz ideal.
Die Hotelanlage hatte außerdem eine hübsche Bar direkt am Meer. An den Wochenenden ist dort Disco, aber diesmal eignete sich der großflächige, überdachte Holzboden vor der Bar ideal als "Ballettsaal" für die Tänzer. Eine Musikanlage gab es dort ebenfalls.
Tagsüber hatten die Tänzer je nach Lust und Laune die Möglichkeit zu trainieren oder nochmals zu proben, zu baden oder Ausflüge nach Kap Sounion oder in die Stadt Athen zu machen. Für eine Fahrt nach Kap Sounion oder ins nächste Dorf zum Einkaufen stand ihnen ein Kleinbus zur Verfügung, ins Zentrum Athen gab es öffentliche Busse.

Jeweils am frühen Abend wurden alle ins Veakio Amphitheater nach Piräus zu den Wettbewerben gebracht. Das Theater hat 2500 Plätze, eine wunderschöne, große Holzbühne und eine hervorragende Akustik. Dies wirkte sich besonders positiv bei den Steptänzen aus. Ohne zusätzliche Mikrophone am Bühnenboden konnte man die Töne der Stepplatten bis in die letzte Reihe hinauf ganz hervorragend und deutlich hören.
Am Ende jedes Wettbewerbstages wurden die jeweiligen Tagessieger von der Jury bekanntgegeben. Es gab getrennte Wertung für Kinder und Erwachsene in den Kategorien Modern, Folklore, Klassische Ballett sowie Demi Charakter zusammen mit Steptanz.
Alle teilnehmenden Schulen bekamen hinterher Siegerlisten mit den genauen Punktzahlen jedes einzelnen Tanzes. Am Schluß des Wettbewerbs erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde mit der von ihm persönlich erzielten Durchschnittspunktzahl sowie der Plazierung seiner Schule.
Mit Rücksicht auf die schwächeren Teilnehmer werden im Folgenden nur die jeweiligen Sieger und Plazierten aufgelistet.

Klassisches Ballett:
Bei den Kindern war hier das Niveau sehr hoch, während die Erwachsenen mit ihren dargebotenen Leistungen nicht überzeugten. Bei den Junioren und den Erwachsenen gab es verschiedene klassische Variationen teilweise in traditionellen, bekannten Choreographien zu sehen. Bei den Gruppentänzen zeigten die meisten Kinder bereits sehr gute Technik und saubere Arbeit.
Das beste klassische Solo aller Klassen tanzte Elisabeth Spahi, 11 Jahre, aus der Schule von Deborah Thomson in Piräus, Griechenland.

Folklore:
In dieser Kategorie traten besonders viele Schulen an. Es gab die unterschiedlichsten europäischen Volkstänze zu sehen, und sogar klassischen indischen Tanz konnte das Publikum bestaunen. Bei fast allen Kandidaten war zu erkennen, daß sie eine solide klassische Ballettgrundlage haben.
Den 1. Platz bei den Kindern erhielt der Tanz "Ausflug nach Ungarn" von der Ballett- und Musicalschule Korinna Söhn, München, Deutschland.
Den 1. Platz bei den Erwachsenen errang ein Czardas, dargeboten von der Ballettschule Sylvia Prokop, Klagenfurt, Österreich.

Modern:
Hier war das Spektrum der Stilrichtungen sehr weit gefächert. Mit einer Ausnahme sah man bei den Kindern keine sonderlichen Darbietungen, während bei den Erwachsenen hier das Niveau sehr hoch war, und es gerade an der Spitze sehr eng wurde.
Den besten modernen Tanz bei den Junioren zeigte die Ballettschule Hedda Bayer, Emden, Deutschland.
Der erste Platz bei den Erwachsenen ging an die Schule Sakis und Evi Baltazis, Athen, Griechenland, dicht gefolgt von Studio Orchestra, Belgrad, Jugoslawien.

Demi Charakter:
In diese Sparte fielen alle Tänze, die im weitesten Sinn eine Geschichte erzählen, oder in denen besondere Personentypen dargestellt wurden.
Bei den Erwachsenen wurde hier kein Preis vergeben.
Der 1. Platz bei den Kindern ging an den Tanz "Watermark, Storms in Afrika" gezeigt von der Ballettschule Hedda Bayer, Emden, Deutschland. Nachträglich entschied die Jury, daß dieser Tanz jedoch eigentlich mehr in den Bereich Modern gehört. Die Grenzen der verschiedenen Stilrichtungen sind eben manchmal etwas fließend, aber das macht nichts. Der Tanz war erstklassig.
Den 2. Platz erzielte "Träume am Meer" aus der Ballett- und Musicalschule Korinna Söhn, München, Deutschland. Der 3. Platz wurde an einen sehr hübschen orientalischen Tanz der Ballettschule Olga Pappa, Trikala, Griechenland, vergeben.

Steptanz:
Von allen Darbietungen dieser Sparte erhielten die höchste Punktzahl zwei Jungen aus der Ballett- und Musicalschule Korinna Söhn, München, Deutschland, nämlich Gregor Schleuning, 9 Jahre, und Simon Düring, 11 Jahre, mit ihrem Tanz "Musik, Musik".

Nach dem Ende aller Vorentscheidungen von Montag bis Donnerstag rechnete die Jury an Hand der Punktzahlen jedes einzelnen Tanzes sowie der Plazierungen aus, welche Schule in welcher Stilrichtung die besten Leistungen zeigte. Die besten Tänze durften bei der Gala am Freitag nochmals vorgeführt werden. Außerdem wurden aus allen Teilnehmern drei herausragende Talente ausgewählt, die jeweils einen Sonderpreis erhielten. Hier die

Liste der Sieger:

Hellas Super Cup, beste aller teilnehmenden Schulen

Sylvia Prokop, Österreich

Folklore

1. Platz

Sylvia Prokop, Österreich

Klassisches Ballett

1. Platz

Deborah Thomson, Griechenland

Demi Character

1. Platz

Korinna Söhn, Deutschland

 

2. Platz

Olga Pappas, Griechenland

Modern

1. Platz

Hedda Bayer, Deutschland

 

2. Platz

Sakis and Evi Baltazis, Griechenland

 

3. Platz

Studio Orchestra, Jugoslawien

Sonderpreis für drei herausragende Teilnehmer:

Hier finden Sie Fotos der Sieger.

Das Hellas Dance Festival 2002 findet wieder im Veakio Theater in Piräus statt und zwar vom 24. - 30. Mai 2002
Bei verbindlicher Anmeldung vor dem 1. Februar 2002 gibt es eine Ermäßigung der Teilnahmegebühr.





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